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LG Kiel: 25.000 € Schmerzensgeld für das Einstellen von 3 Nacktfotos der Ex-Freundin ins Internet

DownloadIn einem Verfahren wegen unerlaubter Veröffentlichung von Nacktfotos seiner Ex-Freundin ha das Landgericht Kiel den Ex-Freund zu einem Schadensersatz in Höhe von 25.000 € und zur Übernahme der anfallenden Kosten für die Entfernung der Bilder aus dem Internet verurteilt.

Hintergrund

Das Paar war ein Jahr zusammen und trennte sich Ende 2002 wieder. Während ihrer Beziehung hatte der Beklagte von der Klägerin mit seiner digitalen Kamera Fotografien gefertigt, von denen zwei die Klägerin lächelnd, mit entblößter Brust auf dem Bett sitzend, zeigen, mit dem An- oder Auskleiden beschäftigt, während sie auf dem dritten Foto vollkommen entblößt schlafend zu sehen ist.

Nach Beendigung der Beziehung stellte er die drei Fotos von der Klägerin mit der Bezeichnung “X.jpg” auf einer Tauschbörse ins Internet, nachdem er sie derart bearbeitet hatte, dass die vollständige Postanschrift und Telefonnummer der Klägerin und das Wort “… danach!” auf den Bildern zu sehen waren.

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OLG Zweibrücken: Werbung für Prostitution darf nicht zu detailliert ausfallen

Werbung ist eine, für manche sogar die einzige Mögichkeit, um mit einem Medienprodukt Geld zu verdienen.
Dabei stellt sich mitunter auch die Frage, ob und wenn ja, in welchem Umfang für sexuelle Dienstleistungen geworben werden darf.

Mit dieser Frage hatte sich das OLG Zweibrücken auseinanderzusetzen und über die Werbung für eine sexuelle Dienstleistung auf einer Webseite zu entscheiden. Auf dieser Webseite wurde eine detaillierte Leistungsbeschreibung einschließlich Zeit- und Preisangaben für die zur Verfügung stehenden Dienste unterbreitet.

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