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Stand up for journalism – Einsatz für den Journalismus

Veröffentlicht von Tim Hoesmann am

campaign_crDie Freiheit der Medien und die Freiheit der Berichterstattung in allen Ländern Europas zu ermöglichen ist das Ziel des europaweiten Aktionstags am 5. November.

Der Aktionstag steht unter dem Motto „Stand up for journalism“ und wird auch von dem Deutschen Journalisten Verband DJV unterstützt. Der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken betont den Zusammenhang zwischen freien Medien und demokratischen Grundrechten: „In Europa bestehen leider nach wie vor große Unterschiede in den Freiheitsrechten der Journalisten.“

Die Bandbreite reiche von den skandinavischen Ländern mit der am weitesten verwirklichten Pressefreiheit bis hin zu Weißrussland, wo Repressalien gegen kritischen Journalismus an der Tagesordnung seien.

Konken führt weiter aus:

„Die europäische Politik, aber auch die Öffentlichkeit in allen europäischen Staaten, muss darauf einwirken, dass in einem überschaubaren Zeitraum europaweit gleich hohe Maßstäbe gelten und praktiziert werden“,

„Das notwendige ,Aufstehen für den Journalismus’ muss zum gesellschaftlichen Anliegen in Europa werden. Es geht nicht um Privilegien für die Berufsgruppe der Journalisten, sondern um gelebte Freiheitsrechte für alle Bürgerinnen und Bürger.“

Wo Journalisten nicht ungehindert und unbeeinflusst ihrer Arbeit nachgehen könnten, würden auch andere Rechte eingeschränkt.

Enttäuscht zeigte sich Konken über das Verhalten des Europäischen Parlaments gegenüber Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi. Kürzlich war in Straßburg eine Resolution knapp gescheitert, mit der der Druck der italienischen Regierung auf die Medien angeprangert werden sollte. Wie notwendig eine freie Presse sei, zeige in diesen Wochen der große Erfolg der neuen italienischen Tageszeitung Il Fatto, die sich als kritische Stimme gegen Berlusconi verstehe. Schon vor Erscheinen der ersten Ausgabe war das Blatt zigtausendfach abonniert worden. „Das ist ein ermutigendes Zeichen für die Pressefreiheit“, sagte Konken. Il Fatto ist mitgegründet worden von dem Journalisten Marco Travaglio, der den diesjährigen DJV-Preis der Pressefreiheit erhalten hat.

Quelle:  www.djv.de

Der Aktionstag:  http://www.standupforjournalism.org.uk