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Fotos der ständigen Begleiterin von Albert von Monaco dürfen veröffentlicht werden

Veröffentlicht von Tim Hoesmann am

Das Kammergericht Berlin hat in einem Urteil entschieden, dass über die ständige Begleiterin des Fürsten Albert von Monaco berichtet werden darf.

Die Begleiterin war der Ansicht, die Veröffentlichung von Bildern, welche sie alleine oder mit dem Fürsten und seiner Familie zeige, verletze ihr allgemeines Persönlichkeitsrecht.

Das Gericht führt in seiner Entscheidung aus, dass es bei der Abwägung zwischen der möglichen Verletzung des Persönlichkeitsrechts und dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit von maßgeblicher Bedeutung ist,

ob die Medien im konkreten Fall eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse ernsthaft und sachbezogen erörtern, damit den Informationsanspruch des Publikums erfüllen und zur Bildung der öffentlichen Meinung beitragen oder ob sie – ohne Bezug zu einem zeitgeschichtlichen Ereignis – lediglich die Neugier der Leser oder Zuschauer nach privaten Angelegenheiten prominenter Personen befriedigen.

Im Rahmen dieser Abwägung kommt das Gericht zu dem Schluss, dass die Veröffentlichung der Bildnisse rechtmäßig war.

Dabei spielt es nach Ansicht des Gerichts eine Rolle, dass sie seit mehreren Jahren die ständige Begleiterin des Fürsten ist und auch bei öffentlichen Auftritten an seiner Seite ist.

Daher kommt sie auch als mögliche Ehefrau in Betracht und ist daher eine Person des öffentlichen Interesses. Vor diesem Hintergrund kann ein berechtigtes öffentliches Interesse an der Person der Kläger jedenfalls insoweit nicht verneint werden, als es um ihre Verbindung zu dem Fürsten von Monaco geht.

Urteil im Volltext: https://www.presserecht-aktuell.de/?page_id=986