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Urheberrecht an einer Pose?

Laut Süddeutscher Zeitung vom 1. Februar 2011 droht eine juristische Auseinandersetzung um die Frage, ob einem Portraitfotografen ein Urheberrecht an der Pose des Portraitierten zusteht. Dabei geht es um ein Bild, das der damalige „Kanzlerfotograf“ Konrad Rufus Müller von Helmut Kohl gemacht hat. (mehr …)

Die Verwertung der fotographischen Dokumentation eines urheberrechtlich geschützten Happenings bedarf der Zustimmung des Künstlers

Das LG Düsseldorf hat sich in seiner Entscheidung vom 29. September 2010, Az. 12 O 255/09  – Veröffentlichung in ZUM oder ZUM-RD folgt – erneut mit der Frage befasst, wie sich eine künstlerische Performance einerseits und davon angefertigte und auf einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentierte Fotographien andererseits aus urheberrechtlicher Sicht Weiterlesen…

Fotos von Gutachtern sind urheberrechtlich geschützt

Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil vom 29.04.2010 (Az. I ZR 68/08) entschieden, dass die von einem Sachverständigen im Rahmen eines Gutachtens gefertigten Fotos urheberrechtlichen Schutz genießen und nicht ohne seine Zustimmung ins Internet gestellt werden dürfen.

In dem Fall ging es um die Fotos eines Sachverständigen, der ein Gutachten über ein verunfalltes Fahrzeug im Auftrag der Geschädigten erstellt hatte. In diesem Gutachten ging es um die Reparaturkosten, den Wiederbeschaffungswert und den Restwert. Zudem befanden sich in dem Gutachten, wie mittlerweile üblich, auch Fotos des verunfallten Fahrzeugs.

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BGH: Google Bildersuche verletzt kein Urheberrecht

Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil die Google Bildersuche für rechtmäßig erklärt. Im Rahmen einer Urteilsbesprechung für photoscala.de stellt Herr Rechtsanwalt Hoesmann das Urteil kurz vor und zeigt mögliche Folgen auf. Lesen Sie den ganzen Text hier: http://www.photoscala.de/Artikel/BGH-Urteil-Google-Bildersuche-verletzt-kein-Urheberrecht

Leipziger Erklärung zum Schutz des geistigen Eigentums

Zahlreiche deutsche Schriftsteller fordern eine uneingeschränkte Beachtung des Urheberrechts und den Schutz eines jedes literarischen Werkes als originäres Kunstwerk. In der vom VS – Verband der deutschen Schriftsteller in verdi publizierten „Leipziger Erklärung“ wehren sich Autoren dagegen, dass gerade von der jüngeren Generation Unkenntnis über den Wert geistiger Leistungen besteht Weiterlesen…

BGH: Marions Kochbuch gewinnt gegen chefkoch.de

Verwendung fremder Fotos für Rezeptsammlung im Internet

Der u.a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass der Betreiber einer Rezeptsammlung im Internet dafür haften kann, wenn Internetnutzer widerrechtlich Fotos von Kochrezepten auf seine Internetseite hochladen.

Die Beklagte bietet unter der Internetadresse www.chefkoch.de eine kostenfrei abrufbare Rezeptsammlung an. Die Rezepte werden von Privatpersonen selbständig mit passenden Bildern hochgeladen. Dabei wurden mehrfach vom Kläger angefertigte Fotos verwendet, ohne seine Zustimmung einzuholen. Diese Fotos konnten zusammen mit entsprechenden Rezepten kostenlos unter der Internetadresse www.marions-kochbuch.de abgerufen werden, die der Kläger gemeinsam mit seiner Ehefrau betreibt.

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Bundesgerichtshof entscheidet über Übersetzerhonorare

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Übersetzer literarischer Werke grundsätzlich einen Anspruch auf angemessene Vergütung in Form einer prozentualen Beteiligung am Erlös der verkauften Bücher haben.

Die klagende Übersetzerin hatte sich gegenüber der beklagten Verlagsgruppe im November 2001 zur Übersetzung zweier Romane aus dem Englischen ins Deutsche verpflichtet. Sie räumte dem Verlag sämtliche Nutzungsrechte an ihrer Übersetzung inhaltlich umfassend und zeitlich unbeschränkt ein. Dafür erhielt sie das vereinbarte Honorar von rund 15 € für jede Seite des übersetzten Textes.

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OLG Köln verbietet Theaterinszenierung mit Kinski-Zitaten

maskerade_1Das OLG Köln hat mit Urteil vom 31.07.2009 eine Theaterinszenierung mit Klaus-Kinski-Zitaten untersagt. Die beklagten Künstler haben es zu unterlassen, das Stück „Kinski – Wie ein Tier in einem Zoo“ aufzuführen und/oder aufführen zu lassen, solange darin bestimmte Texte und Interviewäußerungen von Klaus Kinski verwendet werden. Darüber hianus sie den Erben Klaus Kinskis darüber Auskunft zu erteilen, welche Einnahmen mit dem Stück bereits erzielt worden sind und müssen die aus der Urheberrechtsverletzung resultierenden Schäden ersetzen. Das anderslautende Urteil des Landgerichts Köln, das die Klage noch abgewiesen hatte, wurde entsprechend abgeändert (Aktenzeichen 6 U 52/09).

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DJV will eine konzertierte Aktion gegen google

djvDer Deutsche Journalisten Verband (DJV) fordert Verleger, Politik und auch die Urheber selbst  zu einer konzertierten Aktion gegen dem Monopolisten Google auf.

Nach Ansicht des DJV sei vor dem Hintergrund der wachsenden Meinungsmacht von Google gesetzliche Regelungen dringend nötig.

Der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken fordert:

„Der Gesetzgeber muss einerseits der Gratis-Kultur des Internets zu Gunsten der Urheber einen wirksamen Riegel vorschieben und andererseits die Befugnisse des Bundeskartellamtes so ausweiten, dass die Behörde Meinungsmonopole im Internet verhindern kann.“

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Neuer Aufsatz: Das Recht am Bild

Herr Rechtsanwalt Hoesmann hat sich in seinem neuen Aufsatz für photoscala.de mit den Rechten des Fotografen an seinen eigenen Bildern auseinandergesetzt. Der Aufsatz geht dabei vor allem auf die Grundzüge des Urheberrechts ein und versucht diese auch für den juristischen Laien verständlich darzustellen. Lesen Sie den gesamten Aufsatz hier: http://www.photoscala.de/Artikel/Das-Recht-am-Bild