Posts Tagged ‘Internet’

Fotos von Gutachtern sind urheberrechtlich geschützt

Dienstag, Juni 29th, 2010

Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil vom 29.04.2010 (Az. I ZR 68/08) entschieden, dass die von einem Sachverständigen im Rahmen eines Gutachtens gefertigten Fotos urheberrechtlichen Schutz genießen und nicht ohne seine Zustimmung ins Internet gestellt werden dürfen.

In dem Fall ging es um die Fotos eines Sachverständigen, der ein Gutachten über ein verunfalltes Fahrzeug im Auftrag der Geschädigten erstellt hatte. In diesem Gutachten ging es um die Reparaturkosten, den Wiederbeschaffungswert und den Restwert. Zudem befanden sich in dem Gutachten, wie mittlerweile üblich, auch Fotos des verunfallten Fahrzeugs.

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Verfassungsbeschwerden gegen Verbot von Verbreitung einfach pornografischer Darbietungen im Internet an Minderjährige nicht erfolgreich

Montag, Oktober 26th, 2009

Das Bundesverfassungsgericht hat drei Verfassungsbeschwerde, bei welchen es um die pornografische  Darbietung im Internet ging, als unzulässig verworfen, da diese nicht ausreichend begründet gewesen sind.  Nach Ansicht des Gerichts kann den Begründungen insbesondere nicht entnommen werden,

warum die Beschwerdeführer die angegriffenen gesetzlichen Altersnachweispflichten im Hinblick auf die Vielzahl frei verfügbarer pornografischer Angebote im Internet für ungeeignet halten, Minderjährige vor eventuellen negativen Einflüssen derartiger Darstellungen zu schützen.

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Online-Zuständigkeit des Presserats

Donnerstag, November 13th, 2008

Der Deutsche Presserat hat sich dafür entschieden, sich in Zukunft auch den journalistisch-redaktionelle Seiten der elektronischen Presse zu widmen. Hierzu wurde eine Expertenkommission einberufen, welche im März und April tagte.

In dieser wurden konkrete Vorschläge zur Erweiterung der Zuständigkeit erarbeitet. In diesen geht neben der Verantwortung für Inhalte, der mögliche Ergänzungen des Pressekodex und den Anforderungen an das Beschwerdeverfahren, auch um den Umfang der Selbstverpflichtung der Verlage. Das Beschlussgremien des Presserats wird diese Vorschläge auf den Sitzungen am 19.11. und 03.12.2008 verabschieden.

Die künftige Zuständigkeit des Presserats soll sich dabei nicht nur an die Trägerorganisationen des Presserats richten, sondern sich vielmehr auf alle Anbieter von Telemedien mit journalistisch-redaktionellen Inhalten, soweit sie nicht als Rundfunk einzustufen sind, erstrecken. Diese erhalten die Möglichkeit, sich der der publizistischen Selbstkontrolle anzuschließen. Voraussetzung dafür ist, dass sie sich zum Pressekodex als Regeln für guten Journalismus sowie den Grundsätzen zum Redaktionsdatenschutz bekennen und sich der Spruchpraxis des Presserats unterziehen.

Quelle: http://www.presserat.de/Pressemitteilung-anzei.pm+M5ae3b1f2b3e.0.html

Rundfunkvertrag beschränkt ARD und ZDF

Freitag, Oktober 24th, 2008

Die Ministerpräsidenten der Länder haben neue Regeln für den Internetauftritt der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten beschlossen.  Mit dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag sollen die online Auftritte von ARD und ZDF stärker reglementiert werden. Hintergrund für die Regelungen ist eine Vorgabe der EU-Kommission.

Mit der Änderung soll ein unbeschränktes Vollprogramm der gebührenfinanzierten Sender im Internet verhindert werden.
Es müssen alle Internetangebote von ARD und ZDF einem Drei-Stufen Test unterzogen werden, der überprüft, ob das Angebot:
1. vom öffentlich-rechtlichen Auftrag gedeckt ist,
2. einen publizistischen Mehrwert bringt und
3. wie viel Geld es kostet.

Dabei unterfallen nicht nur neue, sondern auch bereits bestehende Angebote diesem Test. Bis 2010 sollen alle Angebote entsprechend dieses “Drei-Stufen-Test” überprüft worden sein.
Diese Prüfung wird von den Sendern intern erfolgen, also von den Rundfunk- und Fernsehräten.

Das gesendete Programm selbst darf zukünftig bis zu 7 Tage nach Ausstrahlung im Netz angeboten werden, bei Großereignissen und Bundesligaspielen bis zu 24 Stunden.
Das Internetangebot erfährt jedoch auch beschränkungen. Es dürfen von den Sendern nicht mehr Preis- und Versicherungsrechner, Spiele, Musikdownloads, Anzeigenportale und Partnerportale angeboten werden. Ebenfalls dürfen keine Ratgeberportale ohne Sendebezug angeboten werden.