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Umfang des Zitatrechts

Das urheberrechtliche Zitatrecht gibt einem die Möglichkeit, fremde Texte auch Zustimmung des ursprünglichen Urhebers übernehmen zu können.
Wann und wie jedoch Text ordnungsgemäß zitiert wird und ob überhaupt ein Zitat im Sinne des Urheberrechts vorliegt, ist nicht immer eindeutig und führt häufig zu gerichtlichen Streitigkeiten. Hintergrund ist, dass die gesetzlichen Grenzen des Zitatrechts in der Regel wesentlich enger sind, als gemeinhin angenommen wird.

Der Bundesgerichtshof hat sich in einer aktuellen Entscheidung mit dem Zitatrecht bei Kunstwerken beschäftigt und das Vorliegen eines ordnungsgemäßen Zitats verneint. Nach Ansicht der Karlsruher Richter ist die Übernahme von Zeitungsartikeln und Fotos in einer literarischen Collage nicht ohne Weiteres durch das Zitatrecht gedeckt. (“Blühende Landschaften”, Az. I ZR 212/10).
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Bundesgerichtshof entscheidet über Übersetzerhonorare

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Übersetzer literarischer Werke grundsätzlich einen Anspruch auf angemessene Vergütung in Form einer prozentualen Beteiligung am Erlös der verkauften Bücher haben.

Die klagende Übersetzerin hatte sich gegenüber der beklagten Verlagsgruppe im November 2001 zur Übersetzung zweier Romane aus dem Englischen ins Deutsche verpflichtet. Sie räumte dem Verlag sämtliche Nutzungsrechte an ihrer Übersetzung inhaltlich umfassend und zeitlich unbeschränkt ein. Dafür erhielt sie das vereinbarte Honorar von rund 15 € für jede Seite des übersetzten Textes.

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Rezension: Felix Heimann „Der Pressekodex im Spannungsfeld zwischen Medienrecht und Medienethik“

Heimann_PressekodexDie im Peter Lang Verlag Frankfurt verlegte Doktorarbeit von Felix Heimann „Der Pressekodex im Spannungsfeld zwischen Medienrecht und Medienethik“ behandelt ein juristisch bislang wenig behandeltes Thema – den Pressekodex.

Zunächst geht Heimann auf die Geschichte des Presserechts in Deutschland und die Entwicklung des Pressekodex. Er unterstreicht in seiner Darstellung die Wichtigkeit dieses Instrument, da durch diesen eine große Staatsferne der Presse erreicht wird.

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Rezension: Wozu noch Zeitungen – Wie das Internet die Presse revolutioniert

WozunochZeitungenPünktlich zur aktuellen Diskussion über das Zeitungssterben in den USA, die Kritik an googlenews durch deutsche Verleger und der Diskussion über die Zukunft der Zeitungen erscheint das Buch „Wozu noch Zeitungen – Wie das Internet die Presse revolutioniert“. Es wird von Stephan Weichert, Leif Kramp und Han-Jürgen Jakobs herausgegeben.

Das Buch ist in zwei unabhängige Komplexe gegliedert.
Der erste Teil besteht aus zwei Aufsätzen und der zweite Teil des Buches ist eine umfangreiche Sammlung von Interviews mit bekannten US-amerikanischen Journalisten, Publizisten und Professoren.

Der erste der beiden Aufsätze greift den Titel des Buches auf und beschreibt die zum Teil gravierenden Änderungen, welche sich durch das Internet für den Zeitungsmarkt ergeben haben. Insbesondere gehen die Autoren auch auf die Frage der Finanzierung ein und die Probleme, welche durch die Gratiskultur im Internet entstanden sind und wie diese den professionellen Journalismus gefährdet. In einem zweiten Aufsatz werden acht Probleme angesprochen und aufgezeigt, wie diese nach Ansicht der Autoren gelöst werden können. Dabei geht sowohl um die Frage, ob die gedruckte Zeitung als „Trägermedium“ bestehen bleiben wird, wie auch die Frage der Finanzierung und der Konkurrenz durch das Internet.

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