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Stand up for journalism – Einsatz für den Journalismus

campaign_crDie Freiheit der Medien und die Freiheit der Berichterstattung in allen Ländern Europas zu ermöglichen ist das Ziel des europaweiten Aktionstags am 5. November.

Der Aktionstag steht unter dem Motto „Stand up for journalism“ und wird auch von dem Deutschen Journalisten Verband DJV unterstützt. Der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken betont den Zusammenhang zwischen freien Medien und demokratischen Grundrechten: „In Europa bestehen leider nach wie vor große Unterschiede in den Freiheitsrechten der Journalisten.“

Die Bandbreite reiche von den skandinavischen Ländern mit der am weitesten verwirklichten Pressefreiheit bis hin zu Weißrussland, wo Repressalien gegen kritischen Journalismus an der Tagesordnung seien.

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Rezension: Felix Heimann „Der Pressekodex im Spannungsfeld zwischen Medienrecht und Medienethik“

Heimann_PressekodexDie im Peter Lang Verlag Frankfurt verlegte Doktorarbeit von Felix Heimann „Der Pressekodex im Spannungsfeld zwischen Medienrecht und Medienethik“ behandelt ein juristisch bislang wenig behandeltes Thema – den Pressekodex.

Zunächst geht Heimann auf die Geschichte des Presserechts in Deutschland und die Entwicklung des Pressekodex. Er unterstreicht in seiner Darstellung die Wichtigkeit dieses Instrument, da durch diesen eine große Staatsferne der Presse erreicht wird.

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Bundesverfassungsgericht über die Haftung für in einer Presseschau veröffentlichte Fremdbeiträge

ZeitungenDas Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde wegen Haftung für in einer Presseschau veröffentlichte Fremdbeiträge nicht zur Entscheidung angenommen.

Hintergrund:

Die Beschwerdeführerin verlegt eine Börsen-Zeitschrift. In dieser veröffentlichte sie im November 2000 innerhalb der Rubrik „Meinungen – Presseschau – Nachrichten“ Auszüge aus einer zuvor in einer Tageszeitung erschienenen Berichterstattung über ein Ermittungsverfahren wegen Insidergeschäften. Das Strafverfahren wurde kurz darauf durch die Staatsanwaltschaft eingestellt, da eine Beteiligung des Klägers an den seinem Mitarbeiter vorgeworfenen Taten nicht nachgewiesen werden könne.

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Rezension: Wozu noch Zeitungen – Wie das Internet die Presse revolutioniert

WozunochZeitungenPünktlich zur aktuellen Diskussion über das Zeitungssterben in den USA, die Kritik an googlenews durch deutsche Verleger und der Diskussion über die Zukunft der Zeitungen erscheint das Buch „Wozu noch Zeitungen – Wie das Internet die Presse revolutioniert“. Es wird von Stephan Weichert, Leif Kramp und Han-Jürgen Jakobs herausgegeben.

Das Buch ist in zwei unabhängige Komplexe gegliedert.
Der erste Teil besteht aus zwei Aufsätzen und der zweite Teil des Buches ist eine umfangreiche Sammlung von Interviews mit bekannten US-amerikanischen Journalisten, Publizisten und Professoren.

Der erste der beiden Aufsätze greift den Titel des Buches auf und beschreibt die zum Teil gravierenden Änderungen, welche sich durch das Internet für den Zeitungsmarkt ergeben haben. Insbesondere gehen die Autoren auch auf die Frage der Finanzierung ein und die Probleme, welche durch die Gratiskultur im Internet entstanden sind und wie diese den professionellen Journalismus gefährdet. In einem zweiten Aufsatz werden acht Probleme angesprochen und aufgezeigt, wie diese nach Ansicht der Autoren gelöst werden können. Dabei geht sowohl um die Frage, ob die gedruckte Zeitung als „Trägermedium“ bestehen bleiben wird, wie auch die Frage der Finanzierung und der Konkurrenz durch das Internet.

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BBC-Studie zur Zukunft des Journalismus

bbcDas BBC-College of Journalism hat eine Studie zur Zukunft des Journalismus veröffentlicht.  Es ist eine lesenswerte Sammlung der Beiträge einer Medienkonferenz, welche sich mit den Auswirkungen des neuen digitalen Zeitalters  für den Journalismus befasst hat.

In dieser Studie gehen insgesamt acht Fachautoren auf unterschiedliche Punkte ein, welche im Folgenden kurz für Sie zusammengefasst werden:

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DJV will eine konzertierte Aktion gegen google

djvDer Deutsche Journalisten Verband (DJV) fordert Verleger, Politik und auch die Urheber selbst  zu einer konzertierten Aktion gegen dem Monopolisten Google auf.

Nach Ansicht des DJV sei vor dem Hintergrund der wachsenden Meinungsmacht von Google gesetzliche Regelungen dringend nötig.

Der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken fordert:

„Der Gesetzgeber muss einerseits der Gratis-Kultur des Internets zu Gunsten der Urheber einen wirksamen Riegel vorschieben und andererseits die Befugnisse des Bundeskartellamtes so ausweiten, dass die Behörde Meinungsmonopole im Internet verhindern kann.“

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BAG: Kündigung eines angestellten Pressefotografen wegen seines Auftretens in der Öffentlichkeit

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte über die Kündigung eines angestellten Fotografen einer Nachrichtenagentur zu entscheiden. In seiner Entscheidung hat das BAG dem Fotografen Recht gegeben und die Kündigung als unrechtmäßig verworfen.

Das Gericht führt in seiner Entscheidung aus, dass ein angestellter Pressefotograf einer Nachrichtenagentur ist zu einem angemessenen Auftreten in der Öffentlichkeit verpflichtet ist. Er darf den Ruf und die Beziehungen des Arbeitgebers zu Kunden und Informanten nicht durch unkorrektes Verhalten beschädigen.

Voraussetzung für eine ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses wegen Verletzung dieser vertraglichen Pflicht kommt jedoch in der Regel nur in Betracht, wenn dem Arbeitnehmer durch eine vergebliche Abmahnung deutlich gemacht worden ist, welches Verhalten der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer konkret erwartet und dass bei erneuter Pflichtverletzung der Bestand des Arbeitsverhältnisses gefährdet ist (sog. Warnfunktion). (mehr …)

Urteil: Foto einer Prominenten auf einer Vernissage einer privaten Galerie

In einem Urteil hat sich das Landgericht Berlin mit der Frage auseinander gesetzt, ob die Fotos einer bekannten Person auch ohne deren Zustimmung veröffentlicht werden dürfen. Die Klägerin, eine Tochter von … und Nichte von Staatsoberhaupt … wurde fotografiert, wie sie eine private Vernissage besucht. Diese Bilder wurden später veröffentlicht. Weiterlesen…